Einführungsveranstaltung Wundnetz-Ruhr
27.06.2012
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Konservativ oder operativ behandeln?
20.04.2012, Der Hausarzt
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"Ein kleines Stück Vlies rettete meine Vene"
22.02.2012, Mach mal Pause
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"Venen können leben retten"
04.02.2012, WAZ
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"Schonende Behandlung"
27.01.2012, WAZ
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Venopatch: Neue Behandlung gegen Krampfadern
"Endlich keine Schmerzen
mehr in den Beinen"
Januar 2012, Bild der Frau
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Therapie: Endoluminale Lasertherapie bei Krampfaderleiden

Sie wollen sich einer Lasertherapie unterziehen und werden bzw. wurden in einem ausführlichen persönlichen Gespräch von uns eingehend über die Methode als solche, das operative Vorgehen, die Risiken und Komplikationen sowie über das im Rahmen eines solchen Eingriffs zu erwartende Ergebnis unterrichtet. Im Rahmen des Vorgesprächs werden Sie über frühere Erkrankungen befragt. Bitte teilen Sie alle wichtigen Vorerkrankungen, Operationen und evtl. Komplikationen, Medikamenteneinnahme und bekannte Allergien mit. Ihre Angaben hierzu sind besonders wichtig, um das Operationsrisiko so gering wie möglich zu halten. Spätestens zwei Wochen vor dem geplanten Operationstermin bitten wir Sie, (z.B. beim Hausarzt) eine Blutabnahme zur Bestimmung von kleinem Blutbild, PTT und Quick (Blutgerinnung) sowie die Bestimmung der Glucose-6-Phosphatdehydrogenase Aktivität in den Erythrozyten und ein EKG vornehmen zu lassen. Bitte stellen Sie sich 1 Woche vor der OP bei uns persönlich mit allen Unterlagen vor, damit wir zu Ihrer Sicherheit noch einmal alles überprüfen können. Am ersten Arbeitstag nach der Operation wird ein weiterer Ter-min vereinbart, um das Ergebnis der Operation zu beurteilen.

Was ist die endoluminale Lasertherapie?
Die endoluminale Lasertherapie ist eine schonende Methode, Venen zu verschließen, die statt chirurgischem Stripping verwendet wird.

Wie funktioniert das?
Während der Behandlung werden Sie auf dem Rücken liegen. Es wird eine Punktion, nur in besonderen Fällen ein kleiner Hautschnitt über dem Knie oder am Fußknöchel durchgeführt, um die Laser-Faser einzuführen. Über diese Laser-Faser wird Laser-Energie an die Venenwand abgegeben und dadurch die Vene verschlossen. Die Operation wird bei uns in örtlicher Betäubung durchgeführt, eine Vollnarkose ist nicht nötig. Bei Bedarf können zusätzlich Beruhigungs- bzw. kurzzeitig einschläfernde Medikamente verabreicht werden.
Vor und während der Operation werden Ultraschall-Untersuchungen mit der Duplex-Sonographie durchgeführt, um den Venendurchmesser zu bestimmen und so die geeignete Laserenergie auszuwählen. Während der Operation wird mit dem Ultraschall die Position des Katheters überprüft, um Nebenwirkungen am tiefen Venensystem zu gewährleisten und während des Eingriffs das Ergebnis zu kontrollieren.

Werde ich während der Behandlung Schmerzen haben?
Manche Patienten geben ein Gefühl von Hitze oder Wärme während des Verschlusses trotz örtlicher Betäubung an. Die Operation erfolgt in Tumeszenz-Lokalanästhesie. Dazu wird der zu operierende Bereich des Körpers mit einem lokal wirkenden Betäubungsmittel unterspritzt. Bei der Tumeszenz Lokalanästhesie (tu-mescere, lat.: aufblasen) werden größere Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung gezielt in die Umgebung der zu behandelnden Venen ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Durch die Tumeszenzlösung wird die Vene zusammen gedrückt, um einen besseren Kontakt zwischen der Venenwand und den Elektroden des Verschlusskatheters zu ermöglichen. Ferner wird der Abstand zwischen Vene und Haut zum Schutz der Haut vor der Laserenergie erhöht Der Lösung wird ein wenig Kortison beigemischt, um die entzündliche Reaktion des Gewebes und nachfolgende Schmerzen zu unterdrücken. Außerdem enthält die Lösung Epinephrin (Adrenalin), das die Blutgefäße verengt, und Bicarbonat, welches ein schmerzfreies Infiltrieren der Lösung er-möglicht.

Für die Tumeszenz verwenden wir

Zutaten für die Tumeszenz bei 1000ml:
- Xylonest 2% 20,0 ml
- Natriumbicarbonat 8,4% 6,0 ml
- Suprarenin 1:1000 1,0 m
- Triamcinolon 10mg 1,0 ml


Ist mit Komplikationen zu rechnen?
Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken! Trotz größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. Zu nen-nen sind:

während der Operation:

nach der Operation: Der operierende Arzt kann das Auftreten durch die Operationstechnik zwar beeinflussen, Probleme sind aber nie auszuschließen.

Der Tag der Operation
Am Operationstag sollten Sie nicht nüchtern sein. Ein leichtes Frühstück oder Mittagessen ist erwünscht. Alkohol dürfen Sie nicht zu sich nehmen. Vergessen Sie den Laborbefund von der Blutuntersuchung nicht, und teilen Sie bitte auch noch einmal mit, welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor dem Eingriff eingenommen haben.

In der Regel wird Ihnen eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt, damit im Bedarfsfall Flüssigkeit und Medikamente verabreicht werden können. Im OP legen Sie sich auf den OP-Tisch. Dann werden die Venen nach Hautdesinfektion unter Ultraschallkontrolle punktiert. Die Punktionsstelle wird mit einem Lokala-naesthetikum betäubt. Nach der Punktion und Positionierung des Katheters wird die Tumeszenz-Lösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Das schmerzt entweder überhaupt nicht oder nur sehr wenig. Die unterspritz-ten Hautareale werden nach und nach taub. Sollte ein umschriebenes Gebiet nicht ganz taub sein, kann jederzeit etwas von der Tumeszenz Lösung nachgespritzt werden.

Beruhigungsmittel können zusätzlich bei nervösen Patienten über die Verweilkanüle verabreicht werden.

Zur Überwachung bleiben Sie noch einige Zeit bei uns, bevor Sie nach Hause entlassen werden. Aufgrund der örtlichen Betäubung werden die betroffenen Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachläßt, können leichte Schmerzen oder Mißempfindungen auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol als Schmerzmittel mindern können. Wegen der Gefahr von Nachblutungen sollten Sie kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnehmen! Im allgemeinen werden Sie sich nach der Operation fit und wohl fühlen. Trotzdem dürfen Sie unter keinen Umständen am Steuer eines Autos nach Hause oder ins Hotel fahren. Sie müssen sich entweder abholen lassen oder ein Taxi nehmen.

Die Zeit vor der Operation
Es ist ratsam, sich am Operationstag bequem zu kleiden, da Ihre Beine durch die Tumeszenz-Lösung zunächst etwas dicker sind als sonst

Die Zeit nach der Operation
Nach dem Eingriff wird häufige, leichte Bewegung empfohlen. Allerdings sollten Sie sich nicht übermäßig anstrengen, nichts Schweres heben und einige Tage nach dem Eingriff nicht lange stehen. Wir werden Ihnen zusätzlich Kompressions-Strümpfe in Oberschenkellänge verschreiben. Es wird eine Folgeuntersuchung mittels Ultraschall am ersten Arbeitstag nach dem Eingriff durchgeführt, um sicherzustellen, daß sich im tiefen Venensystem kein Gerinnsel (Thrombus) gebildet hat.

Von längeren Autofahrten unmittelbar nach der Operation raten wir ab (Thrombosegefahr) und empfehlen daher unseren Patienten, die eine weitere Anreise haben, eine Übernachtung in einem nahegelegenen Hotel oder ggf. auch bei uns im Krankenhaus. Für die Patienten, die nicht bei uns bleiben, ist es vorteilhaft, nach der Operation eine Begleitung bei sich zu haben.

Duschen (mit den Pflastern) ist erlaubt. Die Pflaster können Sie nach 4-5 Tagen weglassen.
Beachten Sie bitte auch die vorübergehende Einschränkung Ihrer Straßenverkehrstauglichkeit durch Betäubungs , Schmerz oder Beruhigungsmittel. Lassen Sie sich bitte deshalb abholen. Sie dürfen in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Am nächsten Tag können Sie bereits wieder selbst Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw. jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik treiben. Viele Patienten gehen bereits nach am Tag nach dem Eingriff ihrer beruflichen Tätigkeit nach. Aber es kann auch sein, dass Sie sich noch ein paar Tage Ruhe gönnen möchten. Bisweilen ist die Einnahme von Schmerzmitteln, zum Beispiel Diclofenac 100 Retardtabl. hilfreich.

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